Lappland Tag 1

Lappland 2013 – Tag 1

04.01.2013 – Abflugtag

Wecker 4:45 Uhr, langsam wach werden und erstmal noch gemütlich nen Tee trinken. Taxi ist für 5:30 Uhr bestellt, der Flieger geht um etwa 7:00 Uhr. Wir sind so gegen 6:00h am Flughafen Frankfurt. Also: Einchecken, Sicherheitskontrolle und dann etwas Zeit am Gate vertreiben.

Erst sind wir uns nicht sicher, weil müde, doch dann beim zweiten Blick sehen wir Bruce Darnell so gar nicht Catwalk-like am Gate vorbeitraben. Dirk ist kurz darauf der Meinung, er hätte grad auch noch Mika Häkkinen gesehen und dass ihm das eindeutig zu viel Promi-Dichte am frühen Morgen wäre. Das Boarding zieht sich noch ein wenig, doch dann geht es endlich los. Etwa zwei Stunden Flug liegen nun vor uns.

Der Landeanflug auf Stockholm fängt mit leichten rechts/links-Schwankungen der Maschine an, gefolgt von einem kraftvollen Aufsetzen. Als der Pilot sich dann bei den Passagieren verabschiedet, klingt sein Name irgendwie nach „Häkkinen“. Das erklärt dann wohl auch die sportliche Landung.

In Stockholm angekommen, müssen wir erstmal unser Gepäck holen. Also von einer Seite des Flughafens (Terminal 5) zur anderen latschen (Terminal 4) und dort dann das Gepäck wieder aufgeben. Die folgende Sicherheitskontrolle zieht mir quasi „die Schuhe aus“, weil scheinbar zuviel Metall an den Tretern ist. Ob die wissen, was sie sich damit antun? Dirk wird von einer schwedischen Sicherheitsbeamtin abgetastet, die ihren Job wohl gerne auch mal etwas gründlicher macht.

Als nächstes wird der recht überschaubare Duty-Free-Bereich erkundet und wir enden in einem Café, das eher einen Irish Pub/Sportsbar-Charakter hat. Ist aber sehr gemütlich eingerichtet. Zwei Kaffee kosten allerdings mal schlappe 90 Kronen (entspricht ca. 13 €). Um nicht zu spät am Gate zu sein, entschließen wir uns dann, den Weg dorthin anzutreten. Kurz darauf stellen wir fest, dass wir ca. 20 Meter davon entfernt sind. Jetzt heißt es wieder, etwas Zeit überbrücken, bevor der Weiterflug nach Luleå los geht.

Während wir auf dem Flug nach Stockholm auf Höhe der Tragflächen gesessen hatten, sitzen wir jetzt ganz hinten im Flieger. Ich in der letzten Reihe am Gang, Dirk zwei Reihen vor mir. Die Landung in Luleå nach etwa 1,5 Stunden ist dieses Mal jedoch butterweich. Nun wieder unser Gepäck abholen und dann auf zum Hertz-Schalter, den Mietwagen übernehmen.

Es wird ein Volvo V70, also ein ordentliches Schlachtschiff (mit Automatik-Schaltung, wie sich im Auto dann herausstellt). Unsere erste Handlung bei -10°C ist Auto frei kratzen. Navi hat der Wagen leider nicht an Board, aber zum Glück hab ich mein Handy mit entsprechendem Kartenmaterial vor dem Urlaub gefüttert. Somit dürfte es also keine Probleme geben, die einzelnen Ziele anzufahren.

Die erste Fahrt führt uns nach Haparanda, kurz vor der finnischen Grenze. Das Fahren hier ist grundsätzlich sehr angenehm und entspannt. Man sollte jedoch Ausschau halten nach unentschlossenen Rumänen, die gerne mal auf einer einspurigen Autobahn einfach ne Vollbremsung hinlegen und dann ein Stück rückwärts fahren, weil sie grad ne Ausfahrt verpasst haben…

Kurze Zeit später bekommt Dirk einen „spontanen Heiterkeitskoller“ (O-Ton), als er eine Rentier-Herde im Wald stehen sieht. Die Dämmerung hat inzwischen auch schon begonnen, nachdem die Schatten bereits beim Landeanflug auf Luleå sehr lang waren. Es ist jetzt ca. 14:30 Uhr und am wolkenfreien Himmel findet ein phantastisches Farbenspiel von Blau-, Azur- und Rottönen statt.

Dann endlich erreichen wir unser erstes Hotel, das Haparanda Stadshotell. Von außen ein wunderschönes Gebäude, das im Jahre 1900 eröffnet wurde. Die Zimmer sind vom Stil her scheinbar noch in längst vergangenen Tagen stehen geblieben, aber das stört uns nicht weiter. Wir erkunden zunächst mal die fußläufige Umgebung und müssen feststellen, dass es verdammt kalt da draußen ist. Wieder zurück steht dann auch schon bald ein 3-Gänge-Menü im Restaurant „Gulasch Baronen“, welches zum Hotel gehört, auf dem Plan. Da wir den ganzen Tag nichts wirklich Sättigendes hatten, haben wir gleich für 18:00 Uhr reserviert.

Ohne jegliche Vorstellung bestellen wir vorab Kaviar mit Roter Beete, Zwiebeln und einer Remouladen-Majonnaise (Dirk) und Artischocken-Crème-Suppe mit einer Art Frühlingsrolle, jedoch gefüllt mit Rentierschinken (Ich). Alleine die Vorspeise haut uns sowohl geschmacklich, als auch optisch erst mal aus den Latschen. Als Hauptgang entscheiden wir uns für Rentier-Filet mit gedünstetem Gemüse und Kartoffelgratin. Das Fleisch ist butterzart und der Gratin auch sehr lecker. Allerdings auch sehr mächtig (gefühlte 800 Kalorien pro Bissen). Als Nachtisch gibt es Crème Brûlée mit Passionsfrüchten (Dirk) und Moltebeeren mit hausgemachtem Vanille-Eis (Ich). Alles in allem ein grandioser Auftakt.

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