Lappland Tag 3

Lappland 2013 – Tag 3

06.01.2013 – Über den Polarkreis

Heute geht es von Haparanda gen Norden. Also erst noch ein gemütliches Frühstück mit diesem unglaublichen Lachs. Dann packen wir unsere Sachen und sind raus mein Kind, K&K sind auf der Reise und haben Rückenwind. Doch bevor wir uns ganz aus der Gegend verabschieden, machen wir nochmal einen kurzen Abstecher nach Kemi. Leider hat das Snowcastle noch nicht geöffnet, sondern befindet sich derzeit im Aufbau. Vielleicht kann man ja dennoch was sehen…

Wegen des heutigen Feiertages und der noch anhaltenden Bauarbeiten wurde in großem Abstand ein Bauzaun aufgestellt, so dass wir leider nur mutmaßen können.

Also wieder rein ins Auto und ab in Richtung Rovaniemi. Die Fahrt ist mal wieder, wie hier üblich, sehr entspannt, die Straßen gut geräumt und das Tempolimit von 100, teilweise auch nur 80 km/h, lädt zum gemütlichen Cruisen ein. Da wir keinerlei Anhaltspunkte haben, was Rovaniemi so alles zu bieten hat, verirren wir uns kurz zum „Arktikum“. Da das wohl eher eine Art Kunstausstellung mit knackigem Eintrittspreis zu sein scheint, wirds dann doch nur ein kurzer Abstecher ins Café. Zwei belegte Brötchen, jeder ein Stück Kuchen, ein Tee und ein Kaffee. Macht zusammen 22 €(!!!).

Auf der Fahrt durch Rovaniemi haben wir Schilder gesehen, die zum „Weihnachtsmanndorf“ leiten. Da es noch hell ist, zieht es uns erst nochmal kurz in diese Richtung. Zumal auf der Höhe auch der Polarkreis verläuft. Hier gibt es Souvenir-Shops noch und nöcher (volles Touri-Programm halt), Rentier- und Schlittenfahrten. In einem Shop fragen wir, ob eines der Souvenirs noch vorrätig ist und bekommen als Antwort: „No, it’s finish.“ Welch wunderbarer Wortwitz. Also: sehen, schmunzeln, fotografieren und weiter…

Jetzt heißt unser nächstes Ziel: Ylläsjärvi. Nach bereits 130 gefahrenen Kilometern liegen jetzt nochmal etwa 170 km vor uns. Langsam macht sich die Dunkelheit wieder breit und der Weg führt uns durch unfassbare „Winter-Wonderland“-Landschaften, die einfach atemberaubend sind. Die Außentemperatur geht zunehmend bergab und bei -23°C machen wir uns schon ein paar Gedanken, wie das weitergehen wird. Laut Navi müssen wir dann irgendwann von der Haupt-Route ab und weiter über eine Querverbindung, die wenigstens endlich mal eine komplett festgefahrene Schneedecke zu bieten hat.

Wir erreichen unser Ziel, das Hotel Ylläs Saaga nach 2,5 Stunden Fahrt. Das Hotel macht von außen schon mal was her und das Zimmer ist vom Feinsten – Kontrastprogramm zu Haparanda. Balkon nach hinten raus, direkter Blick auf die Piste. Mit Scheinwerferlicht. Nach kurzem „Ankommen“ suchen wir uns erstmal den Trainingsraum auf. Mit der Konzentration beim Training hapert es jedoch etwas, da zwei junge Mädels dort neben Laufband und schwedisch babbeln auch ihre Dehnungsübungen vollziehen und … Naja, mehr brauch ich wohl nicht zum Thema Ablenkung erläutern, oder?

Im Anschluss relaxen wir dann im Schwimmbad mit anschließender Sauna und Dampfbad. Dann noch etwas ruhen, fertig machen und ab ans Buffet. Hier folgt dann die erste Ernüchterung in diesem Urlaub. Nachdem wir bisher kulinarisch verwöhnt wurden, ist das Essen hier mit viel Wohlwollen lauwarm und geschmacklich eher dürftig. Der Salat hält sich ebenfalls in Grenzen. Wenigstens ist der Whisky an der Bar wieder hochkarätig zu erstaunlich humanen Preisen. Den Rest des Abends lassen wir dann gemütlich ausklingen.

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