Lappland Tag 4

Lappland 2013 – Tag 4

07.01.2013 – Snowboard Time

Heute steht Action auf dem Programm – ein Tag zur freien Verfügung ohne jeglichen Programmpunkt. Wie von bisherigen Erfahrungen in Skigebieten wie Österreich oder Schweiz gewohnt, geht der Wecker um 6:45 Uhr. Fertig machen, anziehen und ab ans Frühstücksbuffet, das eine ähnliche Qualität aufweist, wie das gestrige Abend-Buffet. Die erste Überraschung: hier ist ja total tote Hose! Sogar, als wir den Frühstücksraum wieder verlassen, ist keine Menschenseele weit und breit zu sehen. Etwas irritiert geht es erst nochmal aufs Zimmer und wir schauen, was im eben aufgegabelten Skiplan so alles an Infos steht – Öffnungszeiten der Lifte: 10:00 Uhr. Oha! Die Pisten sehen jedenfalls vielversprechend aus. Draußen ist es eh noch dunkel, aber der Himmel scheint klar zu sein. Es könnte also ein guter Tag werden.

Wenn also die Lifte erst um 10:00 Uhr aufmachen, holen wir uns vorher wenigstens schonmal Boards und Schuhe und können dann direkt loslegen. Öffnungszeiten der Shops: ebenfalls 10:00 Uhr. WTF! Dann warten wir halt brav, bis der Ski-Verleih aufmacht, holen unsere Pässe, Boards und Schuhe und müssen dann feststellen, dass der Großteil der Lifte aus Wind-Gründen nicht läuft. Macht aber nix. Erstmal an so einen Anfänger-Hang und versuchen, wieder ein Gefühl fürs Board bekommen.

Für mich ist es der zweite Tag in meinem Leben überhaupt, dass ich Snowboard fahre. Der erste liegt über 10 Jahre zurück. Ich kann mich aber noch gut an den Tag erinnern und bin optimistisch. Dirk hat da schon etwas mehr Übung in den letzten Jahren gesammelt. Nach meinen ersten Rutschversuchen und Stürzen wird natürlich erstmal alles angemeckert, was Schuld für meine ständigen Stürze sein könnte – allen voran mein Rucksack. Aber ich krieg mich dann doch wieder ein und die ersten Schwünge klappen endlich. Noch ein, zwei Mal „Probefahren“, dann gehts direkt mit der Gondel, die inzwischen fährt, rauf. Das Skigebiet ist recht überschaubar und hat von Talstation bis zur Spitze auch nur etwa 650 m Höhenunterschied. Aber das ist ausreichend, um nach so langer Zeit wieder etwas in Übung zu kommen.

Wir wählen die Streckenkombination 17→14→8 aus (2x rote und 1x blaue Piste), die dann auch unsere Strecke für den Tag bleibt – Gesamtlänge etwa 3,7 km. Die restlichen Pisten sind noch anspruchsvoller, daher lassen wir die mal außen vor. Ein Teil unserer Strecke im mittleren Bereich ist mir mit meinen Fähigkeiten zu steil, also entscheide ich mich, diesen durch Abwedeln mit dem Board immer wieder zu überbrücken. Den Rest der Strecke bekomme ich aber schon ziemlich gut hin und es wird immer besser. Als wir das zweite Mal mit der Gondel hochfahren zaubert die aufgehende Sonne unglaubliche Farben auf den Berg und als wir oben aussteigen sind wir vollkommen begeistert vom Ausblick und dem Farbenspiel, das sich uns bietet.

Inzwischen ist die Scheu vor dem Snowboard ziemlich verschwunden, aber der Respekt vor der Geschwindigkeit ist noch da und das ist auch gut so. Nach ein paar Versuchen klappt sogar der eine oder andere 360° und ich bin restlos zufrieden. Auch bei Dirk läufts soweit gut. Die Pisten hier sind unglaublich gut präpariert und es ist so gut wie überhaupt nix los – haben also quasi die Piste fast komplett für uns alleine. Eine kleine Mittagspause mit einer leckeren Pilz-Rentier-Suppe in einer sehr urigen und vollkommen eingeschneiten und vereisten Hütte bringt wieder Wärme und vor allem Kräftigung.

Wir müssen allerdings etwas früher abbrechen, als geplant, weil mich dann doch ziemlich die Kraft in den Beinen verlässt. Aber egal. Wir hatten mächtig Spaß auf der Piste, haben keine üblen Stürze hingelegt und darum ging es uns ja. Also geben wir unser Equipment wieder ab, setzen uns an der Talstation in die Taiga-Bar und genehmigen uns ne heiße Schokolade mit ordentlichem Schuss.

Wieder im Hotel angekommen erst noch ein wenig aufm Zimmer ausruhen, dann gehts ne Runde zu Pool und Sauna – tut richtig gut. Später haben wir im „À-La-Carte“-Restaurant reserviert und sind gespannt, ob uns hier eine bessere Qualität erwartet. Erstmal n Bierchen schlürfen und vorab gibt es Rentier-Frühlingsrolle (Dirk) und Artischocken-Creme-Suppe (Ich). Der Vergleich zu Haparanda ist zu verlockend. Als Hauptspeise ordern wir Chicken Saltimbocca (Dirk) und gekochtes Rentierfleisch mit Kartoffelpüree (Ich). Fazit: Geht doch! Durchweg zufrieden mit dem Essen. Interessant jedoch, dass solch ein Unterschied zwischen Buffet und Restaurant besteht.

Jetzt noch mal auf nen Absacker ins „Taiga“. Der Typ, der uns beim Mittagessen auf der Hütte bedient hat, sitzt mit seinen Kollegen bereits hier und grüßt uns, als wir zu unserem Tisch gehen. Die Bar ist sehr gemütlich und groß und ist mit unglaublich viel Schnickschnack eingerichtet – gefällt auf jeden Fall…!

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