Lappland Tag 5

Lappland 2013 – Tag 5

08.01.2013 – Fahrt zum Icehotel

Aufwachen, bewegen, AUTSCH!!! Muskelkater trifft es nicht mal annähernd. Öhm…! Heute dauert es ein wenig, bis wir in die Gänge kommen. Gemütlich zum Frühstücks-Buffet latschen. Dieses Mal wissen wir ja, was uns erwartet – nicht viel. 😉

Im Anschluss heißt es packen, Check-Out und ab auf die Straße gen Westen zum Icehotel nach Jukkäsjärvi in der Nähe von Kiruna, Schweden. Die Straßen sind nach wie vor erstaunlich gut geräumt. Neben ein paar Rentieren und Elchen, die mal am Straßenrand, bzw. im Wald zu sehen sind, gibt es wieder tolle Farbwechsel am Himmel zu bestaunen – sofern sich der Nebel etwas lichtet. Nach etwa 4 Stunden gemütlicher Fahrt kommen wir an. An der Rezeption werden wir freundlich begrüßt und bekommen unser Zimmer zugewiesen gefolgt von einer kurzen Einweisung, was wo zu finden ist (Diese Nacht also erst nochmal in einem normalen und wohltemperierten Zimmer, morgen ist „Ice Room“ angesagt).

Nach kurzem Zimmerbesuch zieht es uns durch die wunderschön angelegte Anlage direkt zum eigentlichen Highlight, dem „Icehotel“. Alter Schwede, sieht das abgefahren aus – und das erstmal nur von außen! Dann wagen wir den Weg ins Innere und werden recht schnell wohl als etwas desorientierte Besucher wahrgenommen – kein Wunder bei so nem Bau. Aber das legt sich sofort, als wir auf unsere Hotel-Ausweise angesprochen werden und uns damit dann frei in dem ganzen Konstrukt umsehen können. Uns führt es als erstes durch die große Halle zu den Standard-Zimmern, die sich in „Ice Rooms“ und „Snow Rooms“ unterteilen.

Danach kommen die sogenannten „Luxury Suites“, bei denen es uns die Sprache verschlägt. Naja fast jedenfalls – wenigstens Ausrufe wie „Boah!“, „Hammer!“, „Fett!“, „Geil!“ o. ä. bekommen wir noch hin… Jede einzelne Suite ist von einem anderen Künstler innerhalb eines Zeitlimits von zwei Wochen geschaffen worden.

Nachdem wir uns wieder ein wenig beruhigt haben, geht es am Ende noch in die Ice Bar, die natürlich, wie der Rest hier auch, komplett aus Eis gefertigt und ebenfalls ein Unikat ist. Hier werden wir später noch den einen oder anderen Drink aus Eisgläsern zu uns nehmen.

Nach so vielen Eindrücken müssen wir am Abend erstmal im Restaurant was ordentliches Essen. Was wir bis dahin noch nicht ahnen, dass wir heute Abend kulinarisch den absoluten Hammer des gesamten Urlaubs erleben werden. Wir werden an unseren Tisch gebracht und der erste Eindruck lässt Rückschlüsse zu auf deutlich gehobenere Qualität. Die Karte lässt schon keine Wünsche mehr offen. Eine sehr freundliche und aufmerksame Bedienung kümmert sich perfekt um uns und nimmt unsere Bestellung entgegen. Als Vorspeise wählen wir Lobster mit grünen Bohnen, karamellisiertem Gemüse und Kaviar-Creme (Dirk) und Entenbrust-Streifen auf Salat mit einer Crème Brûlée von der Entenleber (Ich). Die Hauptspeise wird für uns beide ein Elch-Filet mit „Jägermeister-Sauce“, scharfen Preisel- und Blaubeeren, Rotweinbirne, gedünstetem Gemüse und etwas, das wie ne Mischung aus Kaiserschmarren und Schupfnudeln aussieht. Der Nachtisch wird dann dreierlei Crème Brûlée (Dirk) und ich bekomme ein Schokoladen-Soufflé mit Vanille-Eis und Beeren. Dieses unglaubliche Dinner hat den Vogel komplett abgeschossen!

Später zieht es uns in die Ice Bar, ein paar leckere Drinks schlürfen. Viel ist hier nicht grad los – eigentlich gar nix – aber es läuft etwas Mukke und die Bedienungen an der Bar sind sehr entspannt. Die Karte bietet 12 verschiedene Absolut Wodka Mix-Kombinationen, die alle nach den Luxus-Suiten benannt sind. Serviert werden die Drinks in Eis-Gläsern, was erstmal etwas ungewöhnlich aussieht, jedoch wunderbar funktioniert – und wie! 🙂

Irgendwann kommt einer der Gäste aufgeregt in die Ice Bar gehuscht und berichtet, dass draußen Nordlichter zu sehen sind. Alle Antennen voll auf Empfang, Kamera geschnappt und raus. Jetzt noch um zwei Ecken rum, damit keine Lichter den Blick auf den Himmel trüben, dann irgendwie erstmal so probieren, das Schauspiel zu knipsen, jedoch ohne Erfolg. Ein Natur-Stativ in Form eines Schneeblocks hilft mir dann, dass ich meine Kamera wackelfrei aufstellen kann und ne 30-Sekunden-Aufnahme hinbekomme. Das Grinsen über die geglückte Aufnahme bekomme ich so schnell erstmal nicht mehr aus meinem Gesicht.

{{ message }}

{{ 'Comments are closed.' | trans }}